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Die Brigitte-Diät

Wie gewünscht nun eine genauere Erläuterung der Brigitte-Diät. In Ernährungssuche: Brigitte-Diät habe ich schon eine kurze Einschätzung und meine Erfahrung damit geschildert. Nun geht es tiefer in die Materie.

Grundlagen der Brigitte-Diät

Die Brigitte-Diät besteht seit den 60er-Jahren und wird fortlaufend an die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst. Die drei großen Regeln dieses Konzepts sind „Stundenformel“, „Fatburn-Kick“ und „Kalorienbremse“. Neu hinzu gekommen ist 2014 das sogenannte „Slow Carb“.

Die Brigitte-Diät richtet sich an Erwachsene mit einem BMI über 25, Frauen und Männer gleichermaßen. [Ich persönlich halte den BMI für schwachsinnig, da er lediglich die Relation von Gewicht zu Körpergröße. Körperbau und Trainingszustand werden hierbei total vernachlässigt.] Es erfolgt keine individuelle Berechnung des Energiebedarfs, die einzige Anpassung besteht darin, dass Männer 300kcal mehr zu sich nehmen dürfen. Das Tageslimit liebt bei 1200kcal und 40g Fett. Die Kalorien werden auf 3-4 Mahlzeiten verteilt aufgenommen. Auch Snack sind erlaubt, jedoch erst nach einer Mahlzeit, falls man noch nicht satt ist. Zwei Snacks können eine Mahlzeit ersetzen.

Solange die Kalorienmenge im Blick behalten wird, können einzelne Speisen auch variiert oder eigene Rezepte verwendet werden. Kein Lebensmittel ist verboten, auch das eine oder andere Stückchen Schokolade ist mal drin: Um mit der Brigitte-Diät abzunehmen, ist die Wochenbilanz entscheidend. Die Diät kann so lange fortgeführt werden, bis das Wunschgewicht erreicht ist.

Die Basis des Konzepts bildet eine fettarme, ausgewogene Mischkost mit viel Obst und Gemüse, sowie ausreichend Eiweiß in Form von Fleisch, Fish, Milchprodukten und Hülsenfrüchten. Die Tagespläne (14 verschiedene je nach Geschmack: Fleisch, Fisch, Fertigprodukte oder vegetarisch) sind alltagsfreundlich und unkompliziert, viele Rezepte sind als zwei-Portionen-Rezepte konstruiert um am folge Tag den zweiten Teil zu essen und dadurch Zubereitungszeit zu sparen.

Bewegung spielt bei der Brigitte-Diät eine wichtige Rolle. Vor allem wird hier Wert auf die Alltagsbewegung gelegt – etwas Treppensteigen – ergänzt von gezieltem Muskelaufbau und Ausdauersport. Empfohlen wird außerdem Entspannung um negativen Stress abzubauen, der wiederum Übergewicht begünstigen kann.

Slow Carb?

Slow Carb ist dazu gekommen. Slow Carb sind langkettige Kohlenhydrate, sie haben von Natur aus wenig Kalorien, sind von Natur aus fettarm, sättigen gut und verlangsamen die Verdauung, was vor Heißhunger bewahren und das Diabetes-Risiko senken soll.

Stundenformel?

Sie gibt Ihnen eine Orientierung, in welchen Abständen Sie optimalerweise essen sollten. Hintergrund ist: Unser Stoffwechsel verbrennt am meisten Fett, wenn wir ihn mal ein paar Stunden in Ruhe lassen (siehe Intermittierendes Fasten), also auf Snacks zwischendurch verzichten. Pausen von mindestens vier Stunden zwischen den Mahlzeiten sind optimal. Sie reichen immer vom Ende der vorigen bis zum Beginn der folgenden Mahlzeit. Nachts sollte eine Pause von mindestens zehn Stunden eingelegt werden. Daher die Stundenformel 4 – 4 – 10 für drei Mahlzeiten. Forschungen des Max-Planck-Instituts München bestätigen, dass unsere innere Uhr auf drei Mahlzeiten programmiert ist. Dann haben wir übrigens auch mehr Lust auf Bewegung, und das ist ideal, wenn man gesund abnehmen will.

Getrunken werden darf nur kalorienfreies wie Wasser, umgezuckerter Tee und Kaffee ohne Milch und Zucker. Softdrinks mit Süßstoff und Zero-Getränke sind nicht empfehlenswert.

Fatburn-Kick?

Eiweiß ist unser wichtigster Verbündeter beim Abnehmen, das zeigen Daten der europäischen Diogenes-Studie mit knapp 800 Übergewichtigen. Und dieser Trumpf lässt sich besonders gut ausspielen. Wenn wir abends vor allem Eiweißreiches essen und Kohlenhydraten aus dem Weg gehen, dann kann über Nacht ungehindert Fett abgebaut werden. Auch haben diese Lebensmittel eine relativ geringe Energiedichte: Sie sättigen gut bei wenig Kalorien.

Kalorienbremse?

Rezepte die mit der „Kalorienbremse“ ausgeflaggt sind, unterstützen Sie zusätzlich beim Abnehmen. Denn hier sind deutlich weniger Kohlenhydrate drin – minus 20 Prozent – als in den anderen Gerichten. Hintergrund: Der Zuckerstoffwechsel hat in der Regel oberste Priorität im Körper. Essen wir Kohlenhydrathaltiges wie Nudeln, Brot oder Süßes, dann wird das Hormon Insulin ausgeschüttet, das den Zucker aus den Kohlenhydrate aus Zucker und hellem Mehl nicht lange satt halten und eine hohe Energiedichte haben (viele Kalorien, wenig Volumen). berichte mit eingebauter „Kalorienbremse“ sind daher doppelt effektiv: weniger Kohlenhydrate, geringe Energiedichte.

Abends sollte man eher weniger Kohlenhydrate essen und wenn dann die Vollkornvariante, da diese komplexe Kohlenhydrate langsamer verstoffwechselt werden. Das schützt vor Heißhunger-Attacken, und man ist nach einer kleineren Portion satt als bei Weißmehlprodukten. Vollkornbrot möglichst dünn schneiden – ideal ist zum Beispiel Knäckebrot aus Vollkorn.

Beispiel-Tag

Frühstück: Ei-Sandwichoder Feigen-Himbeer-Joghurt

Mittags: Artischockensalat mit Parmaschinken oder Winter-Minestrone

Abendessen: Brokkolistampf mit Spinat oder Orangen-Hack-Pfanne mit Salat

Die Zubereitung der Mahlzeiten dauert pro Tag rund eine Stunde und sind einfach zuzubereiten, man muss sich jedoch an die Einkaufs- und Kochvorgaben halten. Wer die Grundprinzipien drauf hat – fettarme Sattmacher wie Gemüse, Fleisch, Fisch, Eier, aromatische Zutaten wie Kräuter, Gewürze, Beeren, Nüsse – kann man sich leicht eigene Rezepte zusammenstellen.

Fazit

Wer gerne nach detaillierten Speiseplänen abnehmen möchte, ist mit der Brigitte-Diät richtig beraten. Das Konzept bietet einen guten Einstieg in eine langfristige Ernährungsumstellung. In Kombination mit genügend Bewegung besteht Aussicht auf dauerhaften Erfolg.

Beispiel für die Karteikarten

Brigitte Diät Karteikarten/Rezeptkarten

Brigitte Diät Karteikarten/Rezeptkarten

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